Montag
Auch am vierten Tage ein Genuss - Tbilisi
Der heutige Tag brachte mir dann eigentlich nur einen laengeren Ausflug in die Innenstadt, von dem ich es fast nicht mehr zurueckgeschafft haette, auf dem ich aber wenigstens ein paar Buecher erwerben konnte. Jeder bringt halt mit heim, was er mag.
Da die eher unspektakulaere Gestaltung der letzten Tage die vorher angehaeuften enorme Devisenreserven entwertete, werden wir uns morgen wohl noch eine Fahrt im Taxi zum Flughafen goennen.
Sonntag
Krankenbett
Zur Abwechslung noch zwei nette Bilder, zum einen die Herren-Damen-Markierung an der Toilette einer Metrostation im Osten von Tiflis.

Fuer Herren existiert anderswo auch noch die Markierung Zylinder, das Signum Regenschirm fuer die Damen scheint aber gesetzlich vorgeschrieben zu sein.


Freitag
Signachi und wieder Tiflis



Von Signachi aus fuhren wir mit dem Vater des Wirtes, bzw. dem Winzer persoenlich in die Richtung des Hoehlenklosters David Karechia. Unterwegs nahmen wir noch einen Blick auf eine bunte Gruppe Popen sowie einen Schluck heiliges Wasser in Ninotsminda mit, schlugen dabei das Angebot einer jungen Georgierin auf ein swimming in holy water aus, um dann nach einer Stunde Fahrt durch die Wueste das Kloster zu erreichen.
Das Wuestenkloster / Hoehlenkloster / Wuestenhoehlenkloster / Hoehlenwuestenkloster liegt dabei auf einem Kamm, der wie eine riesige Mauer inmitten der Wueste die Grenze zum Nachbarn Aserbaidschan bildet und geht zurueck auf den heiligen David Karechia, auf den in diesem Land allerlei zurueckgeht, der hier aber scheinbar ungefaehr seit dem 6. Jahrhundert begraben liegt, und hier mit der Idee, in Wuestenhoehlen einzusiedeln, reussierte. Statt weiterer Erlaueterungen einfach noch ein paar Bilder:

Mittwoch
Tiflis
Dienstag
Kutaissi ist schaissi
Liebe Georgienfreunde und solche, die es werden wollen!
Sollten Sie eines Tages mit dem Gedanken spielen, Kutaissi zu bereisen, steigen Sie unbedingt in "Ria's Guesthouse" ab, das nicht zu Unrecht auch Lonely Planet waermstens empfiehlt:
Montag
Sehnsuchtsort der Selbstdarsteller
Natuerlich den, dass alle Kaeufer ebenjenes Fuehrers sich dort treffen. Interessanterweise sind 80% derBackpacker in Georgien Israelis und Hebraeisch ist die erste Sprache, in die der LP Georgien uebersetzt wurde.
Also fuhren auch wir auf der Suche nach Abenteuer und Gefahr hin und hiermit spricht nun das Lehramt ueber Swanetien: Es handelt sich um einer Gruppe von Taelern, die nur ueber eine aeusserst schlechte Strasse vom Rest des Landes erreichbar sind. Diese Strasse wird nur von Wahnsinnigen in 30 Jahre alten sowjetischen Bussen befahren und bietet (bei 150 km Laenge) ungefaehr alle 2 km die Sehenswuerdigkeit Strassenkreuz fuer Verunglueckte.
An jedem dieser Kreuze steht eine Flasche Wodka, aus der Vorbeikommende einen Schluck nehmen sollen, um des Toten zu gedenken. Wenn Fahrer nicht mit der Erfuellung dieser heiligen Pflicht beschaeftigt sind, bietet die lange Strecke ihnen auch genug Zeit, waehrend der Fahrt mit Passagierinnen zu flirten oder den Heiland ueber der Windschutzscheibe abzustauben (auf dass er sein Gebalze unterstuetze).
Die Landschaft entspricht ungefaehr der der europaeischen Alpen, ausser, dass die Waldgrenze bei 2500 Metern liegt und von Laubbaeumen gebildet wird, ergibt also im Herbst zusammen mit den verfallenden Doerfern ein am Besten mit dem abgegriffenen Poserwort pittoresk beschriebenes Ensemble. An der Veroeffentlichung dieser Fotos hindert uns in erster Linie, dass in Tbilisi MemoryCards sowie zu ihnen gehoerende Anschluesse unbekannt sind.

Rudolf Blechschmidt ist wieder in Freiheit, darueber sind wir erleichtert.
Freitag
Batumi

Man kann an einem Tag von Kars nach Batumi reisen. Dass es dazu einer siebenstuendigen Fahrt in einem Kleinbus mit fortlaufender Kniemassage durch eine Grand-Canyon-artige Klamm, einer halbstuendigen

